Band 
Sechster Theil.
Seite
337
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Siegellack. ZZ7

grster cc> Das Buch ist zu Jngolstadt >L7y ge-druckt und enthalt schon ein ausführliches Recept zurochen, schwarzen, meisten, blauen und gelbenSiegellack.

Das Rheingrafl. Echaumfche Haus ließ schon imJahr 1601 wichtige Urkunden nicht mehr mit Wachs,sondern mit Siegellack besiegeln. Das Siegellack da-zu wurde zu Frankfurt am Mayn gekauft, acht Lothrothes Siegellack für zwey Bähen, aber vier Lochspanisches Siegellack für fünf Bähen 6ci).

Der erste Trauerbricf im Dhaunifchcn Archive,der schwarz gesiegelt ist, ist von, Jahr röoei, aberim Jahr siegelte man die Trauerbricfe auch

noch mit rothem Siegellack. Auch findet sich imDhaunifchcn Archive ein Brief aus Frankreich vornJahr 1607, der mit Siegellack gesiegelt ist ee).

Herr Hofralh Spieß fand in einer Rentheyrech-nung vomJahr ,üi6, daß für den MarggrafChri-stian von Brandenburg spanisches Wachs von einemNürnberger Fabrrkanten verschrieben worden sey.

Im Dhaunifchcn Archive hat man auch einenaus Venedig im Jahr >617 geschriebenen und mitSiegellack gesiegelten Brief gefunden.

In dem Anspachifchen Archive hat Herr HofrathSpieß ein mit schwarzem Siegellack gesiegeltes Di-plom vorn Jahre 1620 gefunden.

Nach dem Jahre 1620 wurde das Siegellack in denRheingegcnden auch von Leuten geringeren Stan-des häufiger als das Siegelwachs gebraucht 5 k).

Zwey französische Benedictiner behaupten in demst'raire äe Oiylomiik>c>ue, das der französische Kauft«an Fran^ors Rousseau, der lange in Persien undBusch. Han-b. d. Erf. 6. Lh. V