A46 Sittenlehre.
che die vollkommenste ist, die man kennt, nahm ih-ren Anfang durch Christum, dessen Sittenlehrend»»rch seine Apostel noch mehr entwickelt wurden.
Bey den Indianern trug Pilpay, so wie Locmanndie Moral in Fabeln vor.
Confucius unterrichtete die Chineser in der Moral.
Bey den Persern wurde Schich Saadi, aus Schi-ras oder Pcrscpolis, berühmt, der ,2^7 n. C. G. seinGülustan oder Roscnthal schrieb, welches moralischeGeschichten, Fabeln und Dcnksprüche enthält.
Indessen wurde doch die philosophische Sittenlehrebey den Griechen zuerst entwickelt, und in ein Sy-stem gebracht. Anfangs trugen auch die Griechenihre Sittenlehre nur in Fabeln und Denksprnchenvor, das beweisen die Fabeln des Aesopus, einesPhrygiers, der um z412 lebte, und ein Zeitgenossedes Crösus und Solon war. Theognis von Megaraund Phocylides von Mileto trugen die Moral inelegischen Versen in griechischer Sprache vor, unddie sieben Weisen Griechenlands, Thales, Pittacus,Bias, Solon, Cicobulus, Periandcr und Chilo,welcher letzterer mit Aesop noch lebte, trugen dieMoral in Denksprüchen vor. Aristoteles macht un-ter den Griechen den Pythagoras zum Erfinder derSittenlehre, welches in so fern gelten kann, daßPythagoras die Sittenlehre zuerst mit der Philoso-phie verband, und auch auf die Ausübung guter Sit-ten hielt, wie es denn bekannt ist, daß er unter denEinwohnern von Crolon den Lu^us abstellte. Pytha-goras, der um Zzoc, lebte, und 56g Jahre v.C.G.gebohren wurde, bedien'e sich der aus der hicrogly-phischen Methode entsprungenen symbolischen Lehrart,