Z« Svinmruchle — Spinnrad.
Spinnmühle, auf welcher die seidenenFäden mit Gold- oder Silberlahn überspannen wer-den, kannte man vor 1710 noch nicht, sondernman spann den Lahn und die Scidenfaden ausfreyer Hand mit einer Spindel zusammen. Spren-gel 2) und Jacobsoli d) haben die Spinnmühle be-schrieben. Die Franzosen erfanden eine Spinnmüh-le, welche durch eine Person vermittelst einer Kur-bel oder eines Drehgriffs regiert wird und die »6bis 20 Faden zugleich überfpinnk.
SprmgclS Beschreibung der Handwerte undKünste, m. Tb. S. 64. b) Iacobson lechnol. Wör-rerbuch. ttr. S. 222.
Spinnmühle. Herr Cammas de Rodezin Paris hat eine Mühle zum Spinnen der Seide,Wolle u. s. w. erfunden.
Lauenburglscher geneal. Kalender. 1776. S. 12z.
Spinnrad mit einer Spuhle oder dasTretrad soll, der Sage nach, im Jahre iFZc> vondem Steinmetz und Bildschnitzer Jürgens zu Wat-tcmmüttel, zwey Stunden von Braunschweig, er-funden worden seyn. An dem Orte, wo er ge-wohnt hat, sieht jetzt ein Wirthshaus, welchesdeßwegen das Spinnrad heißt 2). Herr von Murrbezweifelt aber diese Sage, weil es schon im iLtenJahrhundert zu Nürnberg Rockenmacher und Ha-spelmacher gab, und man bey den ersten noth-wendig an daS jetzt, gewöhnliche Tretrad denkenmuß, an welchem der Rocken befestiget ist. So lebte
z- B.