Band 
Siebenter Theil.
Seite
36
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Z6 Spinnrad,

i) um dem Rade mehr Festigkeit und Dauer zu ge-ben , der att den Niedettschen Rädern drehbare Flucht-ständer mit einer Schraube befestiget ist; 2) zur Be-förderung eines gleichen Zuges die Trift um einenZoll größer ist und gesenkter liegt- als beyden Rie--denschen; auch, Z) um den Zug und Gang des Ra-des zu erleichtern, die Spillen um die Hälfte dünnersind- als bey den Riedenschen, nicht wie bey diesendurchlaufen, und die Bankplat cn einige Zoll höherliegen. Der Preist dieses verbesserten Spinnrades istein Thaler; die, welche zu Riede gemacht werden,sind theurer i).

Die Frau Seidelmeyrrin in Brünn hat das zwey-spuhlige Spinnrad vor mehreren Jahren in den Kais.Erblanden eingeführt und darüber vvm Kaiser einausschließendes Privilegium erhalten.

Dasjenige Spinnrad, welches zwar zwey Rollen,aber nur eine gemeinschaftliche Schraube hat, ist daSschlechteste; hingegen das doppclrollige Spinnrad,wo jede Rolle eine eigne Schraube hat, ist das bestte.ES liefert anderthalbmahl so viel Garn in der Zeit,als man in derselben mit einem einfachen Rade spinnt.Zum Netzen nimmt man ein Mit Wasser verdünntesBier lr).

Herr Holzhausen hat zweyspuhlige Spinnrädervon Berenburg kommen lassen, worauf eine Person,in eben der Zeit, noch einmahl so viel, eben so gu-tes Garn spinnt, als eine andere auf einem einfa«chen Rade I).

Wittenbergisch. Wochenblatt 1772. A. B. z». St.

S. 416 folg. Vergl. den Jahrgang 1770. oder den z- B.

zr St. S:r6>. HannLvrrlscher Hausvater. 2. B-