Band 
Siebenter Theil.
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Sprach?.

Svracheist die Fertigkeit, seine Gedanken durchverständliche Töpe, oder schriftliche Zeichen auszu-drucken. Die Alken behaupteten, daß die Sprachegöttlichen Ursprungs sey; das kann man ihnen in sofern einräumen, weil Gott den menschlichen Körperso eingerichtet hat, daß der Mensch leicht die Spra-che erfinden, und ausbilden konnte. Verwunderung,Freude, Schrecken und ähnliche Affectcn konnte bey'dem Menschen einen Ausbruch unwillkürlicher Töneverursachen, diese Töne äußerte der Mensch beygleichen Affectcn wieder, und dieß unterrichteteihn wohl bald von dem Vermögen, Töne hervorzu-bringen, und damit das, was in ihm vorging, sei-ne Gedanken zu bezeichnen. Schon Lucretius be-hauptete s), daß die Menschen selbst ihre Spracheerfunden hätten. Moses meldet uns, daß anfangsalle Menschen nur eine Sprache haltend). Die cr-- sie menschliche Sprache konnte nur aus Naturlauten,Gebcrden, und wenig articulirten Tönen bestehen.Diese Armuth und Ünvollkommcnheit der menschli-chen Sprache läßt sich leicht begreifen, wenn manbedenkt, daß die Begriffe des ersten Menschenaltersnoch sehr dürftig waren, und nicht viel über Viehzuchtund Ackerbau hinausgingen. Durch die Vermehrungder Menschen, und zunehmende Cultur wurde dieSprache mehr entwickelt und verfeinert. DiejenigenFamilien, welche die erste Sprache vollkommen gefaßthalten, und sich nun von dem Hauptstamme der Men-schen absonderten, behielten zwar die erste Sprachebey, vermehrten sie aber mit neuen Wörtern, so wiesie neue Dinge kennen lernten oder neue Begriffe beka-men, wodurch verschiedene Dialekte yder Mundarten