Band 
Siebenter Theil.
Seite
48
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48 Sprache,

werden könnte, und die ein jeder, in was für einerSprache sie auch gestellt seyn möchte, in seiner Spra-che lesen könnte- ohne die andere zu verstehen. DerBischof von Ehester- Johann Willens , der 1672starb , bemühcte sich darum und gab ein großes Werkunter dem Titel: Versuch einer Realschrift, heraus.Man fand aber seine Erfindung so schwer, daß nurder unermüdete Boyle es wagen wollte, diese Schnftzu erlernen. Unter den Teutschen bemühcte sich D-Joh. Joachim Becher der Welt eine Sprache vorzu-legen, vermöge welcher jede Nation die andere sollteverstehen können, und gab auch um das Jahr ,66idarüber ein Werk unter dem Titel heraus: Ldnrnc-rsr pro liont'm linl-uarum universell II). In ebendem Jahre »66, gab auch Georg Dalgarn oderDahlgarn in London eine Schrift über die Univer-salsprache heraus mm).

Als Leibnitz nach England kam, äußerte er ge-gen Boyle und von Oldenburg, daß Wilkins undDahlgarn ihren Zweck in Rücksicht der Uuiversalspra-che noch nicht erreicht hätten. Sie könnten wohlmachen, daß Nationen, welche sich-nicht verständen,leicht mit einander Verkehr habest könnten, aber sieharten noch nicht die wahren Zeiten für Sichelt ge-funden, die das feinste Mittel waren- dessen sichder menschliche Verstand bedienen konnte, und die demGedächtniß sowohl, als der Aufs/ndung der Dingezu statten kämen. Diese Zeichen müßten soviel, alsmöglich- den Zeichen der Algeber gleichen. Er re-dete zuweilen von einem Alphabet der menschlichenGedanken, worüber er nachdachte und welches aufseine Universalsprache Bezug hatte an). Er äußerte,

wenn