Band 
Siebenter Theil.
Seite
49
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Sprache. 49.

wenn nur eine Sprache in der Welt wäre: so würdedas Menschengeschlecht in der That den dritten Theilseiner Lebenszeit gewinnen, der aus Sprachen ver-wendet werden muß 00).

Rödicke in Berlin gab eine Probe einer Univer-salschrift heraus, die leichter und sinnreicher war,als die Univcrsalschrift des Wilkens; sie wurde vonder dasigen Societät der Wissenschaften untersucht,für sinnreich und auf gute Gründe gebaut erkannt,und Rödicke versprach auch, die Schwierigkeiten zuheben, die sich bey der Einführung, Ausbreitung undAnwendung derselben fanden, starb aber darüber.

Im Jahre «732 that ein Ungenannter einenVorschlag zu einer Universalsprache, deren Gründeer aus der lateinischen Sprache nahm, wobey er allebisher in Sprachen üblichen Veränderungen beymDecliniren und Confugircn, alle Anomalien undAusnahmen abthun, und nur 16 Buchstaben zu sei-ner Sprache wählen, auch keinen andern Unterschiedin Acht genommen wissen wollte, als diesen, daßnur die Anfangsbuchstaben noch ein Mahl so großausgedrückt werden sollten.

Eine andere hieher gehörige Erffndung ist 80I-briAii 8cripturs osconvmica mit Zahlen.

Heumann machte eine Abhandlung von einer all-gemeinen Sprachkunst bekannt, die sich durch folgen-des auszeichnet. Man wählt statt der BuchstabenZeichen, die ganze Begriffe und Wörter andeuten.Man braucht keinen Artikel, sondern nur Zeichenfür Wörter, Zeitwörter und Partikeln. Diese phi-losophische Sprache hat auch keine Geschlechter derWörter und nur eine Declincmon, in der nur einBusch, Handb, d. Erf. 7 . Thl. D