Band 
Siebenter Theil.
Seite
58
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ztz Sprachrohr.

iiung des Trichters befindlich ist, geredt wird. ErHatte zu Rom eine solche Trichterförmige Röhre in sei-nem Zimmer anbringen lassen , wodurch er die Wortedes Thürhülhcrs hören konnte. Das Gebäude desDionysius , in welche», ein Gang oder Canal gewesenseyn soll, dessen weite Ocffnung in das Gefängnißder Staatsgefangenen, die engere aber in daS Zim-mer des Dionyfins ging, wodurch dieser die Redender Staatsgefangenen deutlich vernehmen konnte, sollden Kirchcr auf diese Erfindung gebracht haben, wo-bey ich nur bemerke, daß mehrere, dieses so genannteDhr des Dionyfius für fabelhaft halten. Man siehtaber hieraus, daß Kirchcr zwar der Erfindung desSprachrohrs nahe war, aber dennoch nicht an einSprachrohr, sondern nur an ein Hörrohr dachre.Ferner erzählt Kirchcr in seiner kkonurgla, die >673heraus kam, er sey durch die Achnlichkcit der Schall,strahlen mit den Lichtstrahlen auf den Einfall gera-then, jene, so wie diese, auf eine große Entfernungzu leiten; er erzählt, daß er schon im Jahr ,649von einem Berge rrvn Menschen aus einer Entfer-nung von 2 bis L Italiänischen Meilen zum Gottes-dienste durch sein Rohr zusammengerufen und auchLitaneyen durch dasselbe gesungen habe; daß fernerder Kaiser sich ein solches Rohr, nach Kirchers An-gabe, habe machen lassen, dessen er sich mit dembesten Erfolge zum Sprechen bedient habe. Auch hatKircber mehrere Freunde gefunden, die ihm die Er-,findung des Sprachrohrs zueignen wollten. Sogarein Engländer, Derham c), behauptete, daß derJesuit Akhanasius Kirchcr das Sprachrohr zwanzigJahre vyr dem Mvrland erfunden und in seiner dlg.