Band 
Siebenter Theil.
Seite
59
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Sprachrohr.

ftn-ßm 16^0 bekannt gemacht habe'; Caspar Schottbezeugte, daß er dieses Instrument bey Kirchern zuRom im Jesuitcr-Collecho gesehen habe; auch Ja-cobus Albanns Ghibbefius, Franziscus Eschinardusund Härsdörfer schreiben Kirchern die Erfindungdes Sprachrohrs zu. Allein das, wovon Kirchcr inseiner > 1 ulurgis vom Jahr 16^0 redet, und wasSchott bey Kirchern zu Rom im Jcsuitcr-Collachosahe, betrifft bloß das oben erwähnte Zimmer, wo-rin Kircher ein Hörrohr angebracht hatte, abernicht das Sprachrohr, welches der Engländer Sa-muel Morland schon 1671 in einer Schrift bekanntgemacht hatte, da hingegen Kirchcr erst zwey Jahrespäter, nähmlich im Jahr 167^, in seiner kkionur-gin nova vom Sprachrohr handelte und sich die Er-findung desselben fälschlich zueignen wollte.

Morland bleibt also der wahre Erfinder desSprachrohrs; indessen hat schon 8 Jahre vor ihmder Augustincrmönch, Salar, in Frankreich, dieschwache Stimme eines Baßisten durch ein Rohr ver-stärkt, wobey er aber nicht die Absicht hatte, in dieFerne zu keden l).

Morlands Sprachrohr hatte die noch gewöhnlicheTrichterförmige Gestalt, an der man, wiewohl ohnesonderlichen Erfolg, manches zu verbessern suchte.Ciambini in Rom bcmühcte sich, das Sprachrohr zuverbessern. Casscgrain in Frankreich schlug schon 16/2vor, dem Sprachrohr die Hyperbolische Gestalt zugeben, so daß die Axe des Rohrs die Asymptote die-ser Hyperbel würde. Conycrs schlug im Jahr >673vor, das Rohr zu verkürzen, ihm die Gestalt einerGlocke zu geben, die Stimme durch ein andres recht-