Band 
Siebenter Theil.
Seite
66
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66 Staatskunst.

dein. Nachher schrieb Cardanus und Christinn Bitan,ein Frauenzimmer von Bologna, einiges von derStaats - Klugheit. Don dem Machiavcll, der iLgostarb, behaupteten viele, daß er in seiner Schriftnur die Fehler der Staatskunst habe anzeigen wol-len. Johann Polerus aus Pieinoiit, der eüvü starb,har unter den Jkaliänern zuerst in politischen Schrif»ten eine gute Methode gebraucht.

In England schrieb der König Jacob an seinenPrinzen das sogenannte königliche Geschenk. Beson-ders zeichneten sich unter den Engländern ThomasMorus (s lFZ»)und im i^ten Jahrhundert der Rit-ter Baco von Verulam, Canzler in England, fer-ner Thomas Hobbes durch seine Schrift äs ttomi,ns er cive in der Staatskunst aus.

In den Niederlanden thaten sich Justus LipsiuSim Jahre und Marcus Zuerius Bophorn (-j-i6,Z) in der Politik hervor. Besonders zeichnete sichGrvtius (s 164^) durch sein Werk: äs jurs belller pacis aus.

In Teutschland schrieb Albertus der Große, Bi-schof zu Rcgensburg, im izten Jahrhundert, schonüber die Staatskunst. Späterhin schrieb der Kursäch-sische Canzler, Melchior Osse, zu der Zeit, wo derKurfürst August regierte, eine Politik, die er sein Te-stament nannte, welches Christian Thomasius »717ganz publicirte und welches Georg Engelhard Löhnei-sen im Jahre 1679 in seiner Hof - Staats - und Regie-rungskunst wohl benutzte. Um das Jahr 16LL suchtevon Seckendorf der Slaatswiffenschaft aufzuhelfen;noch mehr machte sich Puffendorf im Jahre 1672durch sein Jus nmurue St gentium um die Staats-