8o Steigbügel.
behauptet, daß die Steigbügel zur Zeit des KaisersTheodofius im 4 ken Jahrhundert erfunden worden,und anfangs von Holz gewesen wären; doch habeich die Stelle des Hieronymus , aus der man diesesbeweisen könnte, nirgends angezeigt gefunden.
Die erste unzweifelhafte Spur der Steigbügel fälltin das Ende des sechsten Jahrhunderts, und findet sichin der Schrift des Mauricius von der Kriegskunst,wo der Verfasser sagt ä), die Reuter mußten am Sat-tel zwo eiserne Steigbügel haben. Eben
diese Worte, deren sich Mauricius bedient, hat auchKaiser Leo, der am Ende des ncuenten Jahrhundertslebte, in sein Luch von der Taktik eingerückt e).Noch deutlicher ist eine andere Stelle des Mauri-cius k) und des Kaisers Leo g), wo gesagt wird,daß die Oepumri, welche die verwundeten Reuteraus dem Treffen bringen mußten, an der linkenSeite des Sattels zwey Steigbügel haben müßten,einen am vordem, den andern am Hintern Theile desSaktelbaums, damit jeder einen Verwundeten hintersich aufs Pferd nehmen könnte.
In der Geschichte Karls des Großen findet sichnoch keine Spur von Steigbügeln; aber der Kai-ser Otto I. ist zu Magdeburg mit Steigbügeln inStein eingchauen , und wenn dieses Denkmahl, wiezu vermuthen ist, aus dem zehnten Jahrhundertherrührt: so find die Steigbügel damahls wohlschon eingeführt gewesen. Auf einer Tapete ausdem cilsten Jahrhundert, welche Monlfaucon inKupfer stechen ließ, kommen die Steigbügel anallen Pferden vor ü). Eustathius, der Auslegerdes Homers, gibt zu verstehen, daß die Steigbü-gel