Band 
Siebenter Theil.
Seite
86
JPEG-Download
 

Steinpappe — Steinschleiferkunst.

. Im Jahre >786 wurden auch Steinpappen inBerlin nachgemacht c).

Herr I. G. Georgi hat im Jahre 1790 diefalschen Stcinpappen auf folgende Art nachgemacht:die nasse Papiermaterie wird nähmlich mit rothemoder weissem Bvlus, Eisenvitriol, Tischlerleim undLeinöl versetzt, und die Tafeln mit einer Mischungaus Bleyweis, Bolus, und gekochtem Leinöl zu-sammengeküktct. Die so bereiteten Tafeln lagenr.5 Minuten im Feuer, und über sechs Monath imWasser, ohne die mindeste Veränderung zu leiden c>).

Von Frankreich aus wurde im Jahre 179» be-kannt gemacht, daß le Roup unverbrennliche Pap-pen erfunden habe, die aus unvcrbrexnlichen Stof-fen zusammengesetzt find, und zum Gebrauch derLueeaux gemacht find. Sie sichern nicht nur diedarin enthaltene Papiere und andere Sachen, son-dern auch Häuser, und das Leben der Menschenwider das Feuer c).

a) Allgrmeknc ?ii«ratur-Z«Iiung> Jma >785- N. 210.1786. Nr-61. Lichtenbcrgs Mogapn t V. B- 4. St- S.41. >787. Halle fortgesetzte Magie. t. B. >788. S. 447-i>) Allgemeine polnische Zeitung tzom Herrn Pros.tzeabri >787. Nr. 8-S. 42. c) WetzrS vom Papier-8.Z64. AllgemeineLit. Zeitung. Jena. 1791. Nr. >66.«9 Nolicti llo I'^Iinaaao Laus Verre rtes ^llacier. ?->-r>L. -79n.p.^87-

Stcinschleiferkunst, Steinschneide-k u n st, ist die Kunst, den Edelsteinen allerley Gestaltenzu geben, wozu man sich einer Schleifmaschine bedient,mit welcher die Steine geschliffen, oder geschnitten wer-den. Das Schleifen dient dazu, den Edelsteinen eineglänzendeOberflächc zu geben, das Schneiden dient aber