Band 
Siebenter Theil.
Seite
87
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Steinschseiferkunsk. 8/

dazu, in diese glänzende Oberfläche theils erhabene,theils vertiefte Figuren hineinzubringen. Die Werk-zeuge, die man zu dieser Kunfl braucht, sind derDiamant, der Schmergcl, eine kleine Maschine, diedas Rad genannt wird, Sagen, Scharniere, Spitzenvon Eisen und Zinn und kleine Räder, die mitSchweinsborsten und Trippel beschlagen find.

Man fand vielleicht durch Zufall zerbrocheneEdelsteine, sah auf dem Bruche das Feuer und denGlanz derselben und suchte der Natur etwa dadurch,daß man die Steine an einander rieb, zu Hülfe zukommen, wodurch ihre unscheinbare Oberfläche glän-zend wurde, und so war der Anfang zum Stein-schleifen gemacht u).

Die Siegel machten die Hohlgravirung sehr früh-zeitig nothwendig und diese Arbeit in Siegeln beför-derte oder bereitete auf das Steinschneider! vor.(Vergl. Pcttschafl). Eben deßwegen ist auch die Kunst,vertieft in Steine zu schneiden, weit alter, als dieKunst, erhabene Figuren auf Steine zu schneiden.Solche Steine, in welche vertiefte Figuren einge-schnittcn sind, heißen Jntaglio's, aber die, aufwelche erhabene Figuren geschnitten sind, werdenKameen genannt.

Die Kunst, Edelsteine zu schleifen und zu schnei-den , wurde in den Morgenlandern erfunden, unddie Egyptier sind das älteste Volk, das sich damitabgab. Nachher wurde diese Kunst auch von denHetruricrn, Griechen und Römern mit glücklichemErfolge getrieben.

Die Egyptier gaben sich aus Holzmangel früh-zeitig mit der Bearbeitung der Steine ab, welches