Band 
Siebenter Theil.
Seite
94
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y4 Steinschleiserkunst.

Im Jahr 1454 lehrte Gutrnbcrg dem AndreasDritzchcn in Straßburg das Steinschlcifen v).

Im Jahr 14^3 lebte zu Nürnberg ein Skeinpo-lierer, Hanns Neuburgcr xv). Der Nürnberger Da-niel Engelhard, der tAL2 starb, war also nichtder älteste nahiiieiirlich bekannte teutsche Steinschnei-der, wie Krunitz, im X. Th. der Encyclop. unterdem Worte Edelstein, behauptet. Lucas Kilian schnittso schön in Steine, daß er den Nahmen des teut-schen Pyrgvtelcs bekam x). Im Jahr 1^90 kam derFranzos Claudius de la Croir nach Nürnberg, dermit Granaten - Roscnsetzcn und Edclsteinschleifen gutumgehen konnte; einige haben ihn für den erstenKünstler dieser Art in Nürnberg gehalten, welchesaber, wie aus dem Vorhergehenden erhellet, nichtStatt finden kann.

Caspar Lehman», ein Edelsteinschneider, der1609 in Prag lebte, erfand das Glas - und Kry-fiallschnciden und erhielt darüber ein Privilegium^).Teutsche Steinschneider waren noch der NürnbergerGeorg Hollcr (s 16^0), Ehrhard Dorsch, der Va-ter, (geb. 1646, gest. 1712), Christoph Dorsch,der Sohn, (geb. 1676, gest. -722), SusannaMa-ria Preißlcrin (geb. 1701), eine Tochter des Ehr-hard Dorsch, Joh. Anton Pichlcr oder Pikier (geb.zu Prescnon in Lyrol 1700, gest. :79t zu Rom),Philipp Christoph von Becker, (geb. zu Cobtenz umi 67 F,gcst. 1743), Gottfried Kraft von Danzig;unter allen Teutschen hatte eS besonders Loren;Natter aus Biberach in Schwaben, geb. 170z, gest.176^ zu Petersburg, in der Steinschneidekunst weitgebracht.