Sternbilder. ro/;
nes Widders, eines Stiers u. s. w. gebracht hat, umsie desto besser zu unterscheiden, und andern kennbaezu machen. Die Kenntniß dieser Bilder und der zu ih-nen gehörigen Sterne fuhrt den Nahmen Astrognosie.
Einige meinen, daß die bey den ältesten Völkerngewöhnliche Bildersprache den Gedanken, die Sternein gewisse Bilder zu ordnen, erzeugt, oder wenigstensbegünstiget habe; der Abt Pluche vermuthet aber, daßsich der Ursprung der Sternbilder von den ersten Völ-kern Herschreibe, welche nach der Sündfiuth die EbneSinear bewohnten, und vornehmlich die Sterne desThierkreiscs in Bilder brachten, deren Bedeutung stch«uf die, beym Stande der Sonne, in ihnen vorfal-lende Begebenheiten der Viehzucht und deS Feldbauesbezieht. Daß du zwölf Sternbilder d"^ Thierkreifesdie ältesten find , darin sind alle einstimmig) und mirist die Muthmaßung des Pluche, daß die in die Ebe-nen von Sinear wohnenden Menschen, das ist, dieLhaldäcr, diese Sternbilder zuerst erfanden, amwahrscheinlichsten, ob ich gleich weiß, daß einige dier2 Sternbilder des Thierkreiscs für eine Erfindung derEgyptier hallen wollen. Es ist nicht zu leugnen, daßsich die Chaldäer, Babylonier, Egyptier und Phöni-zier der Sternbilder in den ältesten Zeiten bedienthaben ; mich die Sinefer theilten den Himmel in eineMenge kleiner Bilder, die ihnen von ihren ältestenVorfahren überliefert wurden. Die ältesten Nach-richten von Sternbildern rühren aber von Chaldäernher, und finden fich im Buche Hiobs, wenn andersHiob der Verfasser desselben ist. Hiob gedenkt desgroßen Bärs, des Drions, des Siebengestirns l>);auch Diodsr versichert, daß die Chaldäer die zwölf