Stevin — Stickerkunst. 11Z
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Stevin (Simon) s. Geometrie, Hebel, Hy-drostatik, italiänische Buchhaltung. Mechanik, Phy-sik, Rechenkunst, Wagen.
Stich sage, die nur einen Griff hat, ohnealle Rahmen und Gestelle, wird schon vom Palla-dius beschrieben.
Stickerkunst wurde im Morgenlande erfun-den. Zu Moses Zeit war schon Ahaliab, ein Sohndes Ahisamach, aus dem Stamme Dan, in dieserKunst erfahren a). Nach dem Plinius erfanden diePhrygier die Kunst, mit der Nadel, vermittelst bunterFaden, auf Kleider zu sticken b). Einige meinen c),die Phrygier hakten diese Kunst nicht erfunden, son-dern nur zur Vollkommenheit gebracht; man weißaber keinen Grund anzuführen, der ihnen die Erfin-dung dieser Kunst streitig machen sollte. Andere mei-nen, die Babylonier hätten zuerst Malercyen mit na-türlichen Farben auf Zeuge gestickt ä), aber die Stel-len, worauf man sich beruft, sind wohl mißverstandenworden, denn es ist darin nicht vom Sticken, sondernvom Weben die Rede. Tcrtullian e) sagt ausdrück-lich, die Phrygier hätten mit der Nadel prächtig ge-stickt, aber die Babylonier hätten buntfarbige Gemäl-de eingewirkt. Die Figuren, welche die Phrygier auf-stickten, waren über die Materie, worauf sie gesticktwurden, etwas erhaben; das war bey der babyloni-schen Arbeit, worden solche Figuren eingewebt wur-den, nicht, da war alles gleich. Auch bereiteten diePhrygier nicht erst die Materie, worauf sie stickten,sondern sie bekamen sie sogleich fertig; aber die Baby-
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