»iä Gtickerkunff.
tonier bereiteten nicht nur die Materie, sondern siewebten auch gleich die Gemälde hinein.
Vor dem trojanischen Kriege waren die Frauen»zimmer zu Sidon schon durch Stickerarbcit be-rühmt s).
Zu den Griechen kam die KUnst zn sticken dnrchdie Perser, obgleich die Griechen selbst die Erfindungdieser Kunst, besonders der Tapetenstickercy, der Mi-nerva oder PallaS zuschreiben. Twidg) erzählt denWettstreit der Pallas und Ariadne im Sticken, wo-rin die Pallas siegte und Ariadne in eine Spinneverwandelt wurde.
Außer dieser fabelhaften Spur von der Sticker-kunst der Griechen findet man auch wirkliche alteSpuren davon bey ihnen. Auf den Mantel des olym-pischen Jupiters zu EliS waren Thiere und Liliengestickt, so wie Jasons Kleid vom Apollonius be-schrieben wird. Helena stickte die Treffen der Grie-chen und Trojaner Ir) ; Andromeda stickte Blumen,als man ihr den Tod des HectorS meldete >); aufden Mantel des Ulysses war ein Hund gestickt, dekeinen Hirsch hielt und ihn zerreiffen wollte k).
Von den Phrpgiern lernten die Hctrurier dasSticken; die is hetrurische Städte gaben ihrem Ui-?berwinder, dem Tullus Hostilius, Stickereyen zumGeschenke t).
Attalus, König von PergaMus, der um 62»n. R. E. starb, erfand die Kunst, mit Goldfaden,und zwar wie Herr Hofrath Beckmänn vermuthet,auf wollene Zeuge zu sticken m).
Im dritten Jahrhundert n. C. G. stickte chan auchmit Gold auf Leinen, welches aber der Kaiser Alex.