Band 
Siebenter Theil.
Seite
129
JPEG-Download
 

Strigauische Erde — Strohssedcl. 12^

finden und muthmaßete, daß es eine Parabelsey, aber Joachim Jungius zeigte, daß es eineandere Linie seyn müsse, ob er sie gleich nicht findenkonnte. Leibnitz hat erst ihre Construction und Eigen-schaften in den ^ci>8 Lruäirorum 1691 entdeckt undihren Nutzen gezeigt, weil man durch sie so vielemittlere Proportionallinien zwischen zwey gegebenenfindet, als man nur verlanget.

Jablonskie allg. Lep. Leipzig 1767. II. S. 1494-Strigauische Erde ist eine reine graue oderbräunliche Boluserde, die bey Strigau in Schlesienbricht. Joh. Schulthes, mit dem Beynahmen Lri-montanus, hat sie 1604 zuerst gesunden. Sie liegtjm lüftjgen Gestein, wie Bimsstein, ist glänzend,hängl an der Zunge an und zerspringt im Munde.Int Wasser wirft sie Stucken von sich. Wenn sierecht rein ist, zergeht sie im Munde wie Butter.

Jacobson technol. Wörterbuch. IV. S. z-4.

Str 0 hfiedel ist ein musikalisches Instrument,welches aus 17 viereckigen Stöcken vonBuchen- Ahorn-oder anderm Holze besteht. Die Stöcke sind von ver-schiedener Größe und in solchem Verhältniß geschnit-ten, daß jeder einen Ton in der Musik halt. Diesewerden auf zwey Fäden gezogen, mit kleinen Ku-geln voneinander gesondert, über zwo zusammenge-bundene Rollen von dürrem Strohe gestreckt und mitdünnen Stäbchen, an deren Ende ein Knöpfchen ist, ge-schlagen, welches dann einen angenehmen Klang gibt.Diese Erfindung ist aus Flandern gekommen. Nachherhat man dergleichen von Glockenspeise, Stahl und Glasgemacht, die einen weit Hellern Klang von sich geben.

Jablonskie allg. Lep. Leipzig 1767. II. S- 149z,Busch Handb. d.Erf. 7. Th. I