Band 
Siebenter Theil.
Seite
128
JPEG-Download
 

«trx Stricken — GtnckllNie.

«rgstcnS war das Stricken der Netze schon sehr lar»ge bekannt; aber das Stricken mit Nadeln wurdeerst im Anfange des reiten Jahrhunderts bekannt a).Die Franzosen kannten diese Kunst schon vor dem Jahre1.427 und wollen ste von den Schotlländern erlernt ha-ben - wenigstens hat die den 16 August ,427 bestätigteicommunLure Nes muirres di-iuwlil-rs uu rncor einenSchottländischrn Schutzheiligen gewählt. Die Englandder behaupten, das Stricken sey in Spanien erfunden,bald darauf nach Italien und ,A6> oder nach andernerst iZü4 nach England gekommen. Die AusdrückeKnütten, Knüttcisen, Knüttholz, Knütspan , Maschen-Stricknadel, kommen schon in der Brandenburger Fi-scherordnung iL74vor b).

Die Verbesserung des Strickens, da jeder Strick-stock an dem einen Ende einen kleinen Hacken, womitdie Masche sobald sie gebildet ist, herunter gezogenund dadurch die Arbeit beschleuniget und sehr erleich-tert wird - der Faden aber vom Knauel durch einenkleinen Ring geht, der mit einem kleinen Hackchen ander linken Brust festgesteckt wird, hat ern SchweizerNahmens Dubois erfunden, und 1778 in Hannovergelehrt, wo er für eine Stunde Unterricht einen Tha-ler nahm- und in r2 Stunden konnten mehrerePersonen zugleich diese Kunst erlernen c).

s) Hallr fortg. Mag. I. B 1788. S. >87. b) Anttp<U S. 524. -7 Bclki». Ant. zur Trchn. »787-8.86-87^

Stricklinie, Kettenlinie, ist einekrumme Linie, welche einen Strick- oder eineKette bildet, wenn sie an beyden Enden aufge-hängt werden, so daß sie in der Luft schweben.Gattlei suchte die Natur derselben vergeblich zu

sin-