Tactik. i
Dung hervor, den Zusammenhang der Unterstützungungestört zu unterhalten. Der Anblick des Knotens,der diese drey Sätze unzertrennlich verband, entdecktesogleich in a.len europäischen Kriegsherren den Man-gel jener künstlichen Fassungen, Entwickelungen undBewegungen der griechischen Tactik, welche manseil Erfindung der Feuergewchrc als entbehrlich ver-nachlässiget hatte, und nun wurde der Krieg nachKarls VI. Tode der merkwürdige Zeitpunct, wo dieTactik wieder erstandn
Der König von Preußen, Friedrich II., warder erste, der sein Kriegsherr in jenen Fassungen,Entwickelungen und Bewegungen der Tactik übte,und zu seinem Gebrauche ein eignes System derKunst der Fcldschlachten erschuf. Er mußte daherjedem einzelnen Soldaten den Satz einprägen, dassdie Geschwindigkeit der Füße allein den Sieg ent-scheide, und daß die Arme dabey weiter nichts zuthun hätten, als ihn, nachdem er war entschiedenworden , an ihre Fahnen zu heften. Diese Geschwin-digkeit befest.gte die Grundregel Friedrichs, nur ei-nen Theil des KriegsheereS dem Angriffe zu widmen,zwey Theile dem Gefechte zu entziehen, und durchBlendwerke dem Feinde den Punkt zu verstecken,wo der Angriff ausbrechen sollte. Die Gewohnheitder französischen Feldherrn , die Gefechte auf gew ffeStandpuncte zu heften, bekam durch ihn die Gestalteiner Kunst, welche ihm in der fchicfcn Schlachtord-nung des Epaminondas viele Lorbeeren bereitete.
Das System seiner Fcldschlachten blieb langaiunüberwindlich, bis der siebenjährige Krieg der Epo-