Telegraph. 20Z
phen. Es wurden in Entfernungen von > und 2Stunden 6 bis 8 kleine Depeschen vom Herrn Lieu-tenant Böckmann geschwind und sicher signalisirt,und an dem Orte, wohin die Signale gerichtet wä-reaufs pünktlichste und deutlichste beobachtet. Nachdes Herrn Hofrath Böekinanns Urtheile kommen dieteutschen und französischen Telegraphen darin nbcr-ein: >) beyde dienen dazu, willkürlich Depeschenbey Tage und bey Nacht in Weilen von mehrerenStunden schnell zu versenden, 2) beyder ihre Wir-kung wird durch neblichten, regnerischen Himmel ge-hindert, z) beyde bedienen sich sichtbarer Gegenstän-de, als Buchstaben einer geheimen Schrift, diedurch Fernrohre beobachtet werden, 4) beyde kön-nen mit Leichtigkeit ihre Signale revidiren. Beydesind. aber in folgenden Stücken verschieden: 1) dieEinrichtung des französischen Telegraph» erforderteauf einer Route von Lo Srunoen ein ganzes JahrZeit; die Anordnung eines teutschen Telegraphenkann in Zeit von Z bis 4 Wochen geschehen ; 2)die Behandlung des französischen Telegraphen zu er-lernen , kostet weitlauftigc Unterweisung, da man dieBehandlung des teutschen Telegraphen in zwey Stun-den lernen kann; §) der französische Telegraph hat100 Charaktere, aber der teutsche nur Z Charakte-re für das ganze Alphabet, und zwey für die Zah-len ; 4) der französische Telegraph kostet auf jederStation 6000 Livres, der teutsche nur 100 bisr2» Gulden.
Im Jahre >794 gab auch Herr Achard in Ber-lin eine einfache, aber weniger ausführbare Art an,