«04 Telegraph,
bedeutende Figuren fürs entfernte Auge zu bilden.Ein Lineal, ein Zirkel und ein Dreyeck, die alle dreymit ihren Enden an einer gemeinschaftlichen Axe be-weglich find, decken und schneiden sich Wechselsweise,und formen dadurch mancherley verschiedene Gestal-ten. Man zweifelt aber, ob diese Figuren in derKerne gut unterschieden werden können m).
Am sx Aprill 1795 zeigte Herr Pofcsser Wolke«us Verlangen des Großfürsten, vor dem ganzenGroßfürstlichen Hofe zu Gatschina einige Versuche derTelegraphie, oder Telephrafie, oder Fernsprechkunst,wovon die letztere lauten Beyfall erhielt. Wenner Unterstützung erhält, will er die Kunst zu tele-phrafircn, wovon die Telegraphie der Franzosen nurein geringer Theil seyn scll, in dem Grade ausüb-lich machen, daß zwey Personen, die eine Meile weitvon einander entfernt sind, oder so weit als telegra-fische Maschinen vermittelst guter Lelescope sichtbarsind, mit einander über alles, was ihnen beliebt,so sprechen können, als wenn sie dicht vor einanderim Zimmer standen n). Herr Professor Fischer inBerlin hat eine einfache Methode, des Nachts ver-mittelst zehn Laternen zu signalisircn, deren helle Sei-te-durch angebrachte Züge leicht mit Deckeln verdecktwerden kann, angegeben o). Auch Herr Puschendorfhat leichte Methoden, bey Tage und bey Nacht zutelegraphiren, vorgeschlagen p).
») Mittel, den menschlichen Leib wider die Folgen desWassers, und Feuert zu schützen, von JustuS Cri-silan Hennings. 1790. S. b) Journal für Fa-