Thales — Thau. sn
Thales von Crcka oder Thalctas s. Päan.
Thamyris oder Thamyras s. Dichtkunst,Lyre, Musik, Wahrsagerkunst.
Tharah s. Bildformkunst, Götzendienst.
Thau ist eine Feuchtigkeit, die sich nach Un-tergang und vor Aufganq der Sonne, besonders inden heissen Monathen, in Gestalt der Tropfen andie Pflanzen und andere Körper anhängt. Die Al-ten glaubten, der Thau komme von den Sternen,und Vossius behauptet noch., daß er wenigstens eineteutsche Meile hoch über der Erde erzeugt würde;aber Christian Ludwig Gersten, Professor zu Gießen,bewies r/gz zuerst durch Versuche, daß wenigstensin Hessen der Thau fast immer aufsteige, auch ent-deckte er zuerst, daß Körper, die aus Metallblechenlagen, vom Thaue nicht naß wurden. Du Faymachte 17ZÜ bekannt, daß an aufgehängten Glas-platten nur die untere Seite naß wurde, bey vielenwaagerecht über einander aufgehängten Glasplattenwurden die untern eher naß als die oberen. Erentdeckte, daß der Thau gewisse Körper, als Glas,Porzellan, Schiefer, rohes und verrostetes Eisen,wie auch gewisse Farben stärker treffe, daß er hin-gegen sich an Gold/ vergoldetes Silber, wcißgcsot-kcncs Silber und Kupfer nicht anhänge. Wenn erGlas auf einer Seite, nach Art der elektrischen La-dungsplattcn belegte, so ward es nicht mehr bethaut,woraus Du Fay schloß, daß der Thau nur aufstei-ge und vermuthete, daß er mit der Electricität inVerbindung stehe. Musschenbroek nahm auch einenfallenden Thau an und zeigt durch Versuche, daß
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