Thermometer. 22z
bestimmte Grade zu geben, und obgleich seine Me-thode noch fehlerhaft war; so lag doch schon der ersteGedanke darin, den Eis- und Siedpunet zu bemer-ken , und ihrem Zlnstande eine bestimmte Zahl von Thei-len zu geben, welches für jene Zeit sehr viel war. Nach-her hat man diesem Gedanken nur genauere Bestim-mungen dieser Puncte noch beyfügen können c).
Newton machte 1701 bekannt, daß er sich zurBestimmung einiger beständigen Grade von Wärmeeines Thermometers von Leinöl bediene, weil dieseMaterie weil mehr Hitze, als der Weingeist, ohnezu kochen, verträgt. Er legte dabey die Punctezum Grunde, an denen das Leinöl im zergehendenSchnee und bey der Warme des menschlichen Kör-pers stand, und theilte den Raum zwischen beydenin 12 Grade ä).
LilftthermomeLer.
Statt des Weingeists beym florentinischen Ther-mometer schlug Hallcy schon 1630 Luft oder Queck-silber vor, weil der Weingeist mit der Zeit die Fä-higkeit, sich auszudehnen, verlieret. Amonlons be-nutzte das erste Mittel, und machte >702 das vonibm erfundene Luftkhermometer bekannt, welchesaus der langen unten auswärts gekrümmten Glas-röhre mit der angeschmolzenen Kugel besteht. DieKugel war voll Luft, daher bekam es den NahmenLuftlhermomerer; in der Röhre befand sich so vielQuecksilber, daß, wenn das Instrument im sieden-den Wasser stand, die Höhe der Quecksilbersäuleüber der untern Quecksilberfläche, mit der Baromc-tcroöhe zusammen genommen, 73 pariser Zock ds-