2.24 Thermometer.
trug. Es ist sehr sinnrecch ausgebucht, ist aber4 Schuh lang, und laßt sich also schwerlich ganz iirsiedendes Wasser stellen, auch nicht ohne Gefahr deSHcrausgehcns der Luft von einem Orte zum andernbringen. Indessen kann dieses Werkzeug zur Abmes-sung der eingeschlossenen dichten Lust sehr gut ge-braucht werden.
Amontons will sich auch die Entdeckung zueig-ncn, daß die Warme des siedenden Wassers ein fe-ster Punct, oder immer eben dieselbe sey, aber Re-naldiui und Newton wußten dieses schon vor ihm;Huyghcns und Pavin hatten sogar schon gezeigt,daß der Satz Ausnahmen leidet, wenn der Druckder Luft wegfällt, oder sehr stark wird.
Nachher gab Herrmann ein Lustthcrmometeran, und Daniel Bernoulli zeigte eine Methode, dieRöhre in eine schiefe Lage zu bringen, um dadurchden Fehler zu vermeiden, der aus dem Auf- undAbdrücken der Ouccksilberfläche entsteht, wodurchder Raum in der That verändert wird, da es aberbeschwerlich ist, der Röhre eine schiefe Lage zu ge-ben: so hat Herr von Segner i/Zy gezeigt, wieman eben diese Vortheile durch Berechnung erhal-ten kann. Man hat auch ein Lustlhermometer vonLambert. Kinnersley in Philadelphia erfand undbeschrieb im Jahr r/6r ein electrisches Lustthermo-meter, welches bey der mindesten Veränderung derinwendigen Luft äußerst empfindlich ist. Er hatdurch Versuche damit herausgebracht, daß das elek-trische Feuer zwar im Zustande der Ruhe keinemerkliche Warme hervorbringt, aber in heftige Be-wegung