S2Ü Thermometer.
sich bis zum Puncte der natürlichen Erfrierung desMasters um Z2, wenn man es in siedendes Wassersetzte, um 2,r, und wenn man das Quecksilberbis zum Kochen erhitzte, um 600 solcher Theileaus. Daher gab Fahrenheit dem Raume zwischender künstlichen Kälte und der Siedhitze des Oueck-filoers, als der größten Wärme, die diese Materieanzeigen konnte, üoc> gleiche Theile. Weil aberThermometer von so großem Umfange nicht immernöthig sind: so verfertigte er kleinere, die sich nurbis zur Liedhitze des Wassers erstreckten, und anwelchen der Zwischenraum zwischen beyden festenPuncten nur 212 Theile faßte. So entstand dienoch jetzt gewöhnliche Fahrenhcitische Scale, diedem Thermometer zuerst eine bestimmte und allge-mein verständliche Sprache gab, und an deren Ein-richtung und Empfehlung Boerhave sehr großen An-theil hat.
De Luc hat die Vorzüge dieses Quccksilberther-rnvmeters vor dem Weingeistthermometer aufs über-zeugendste dargestellt, indem er bewies, daß dieGänge des Quecksilbers und der Wärme immerwenig von einander abwichen, daher das Quecksil-ber die geschickteste Materie zu Thermometern ist.
De Serviere hat bemerkt, daß die Quecksilber-säule in einem vertikalstehenden Thermometer derrichtigen Bewegung durch ihre eigne Schwere nach-teilig sey, und daß diesem Mangel durch die hori-zontale Lage dieses Instruments abgeholfen werdenkönne.
Herr von Reaumür gab 17^0 eine neue Ein-teilung des Weingesstthermometers an. Er per-