Band 
Siebenter Theil.
Seite
229
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Thermometer» 2r<z

da- es besser sey, bloß auf zwey feste Puncte zusehen, und nicht auf die so schwere und unsicher zubestimmende Ansdehnrmgsverhältniffe. Er schlägtvor, auf jedem Thermometer den Stand deS Queck-silbers im zergehenden Schnee und im kochendenWasser zu untersuchen, und den Raum zwischenbeyden allezeit in icx> Grade zu theilen. Dieschwedischen Gelehrten folgten ihm in dieser Ein-thcilung, daher nannte man dieselbe die Schwedi-sche Scale, auch die Scale des Celsius oder deSCyristrn.

Micheli Du Ehrest oder Ducrest aus Genf ent-warf im Jahre -740 den Plan zu einer neuen Ein-richtung des Weingeist - Thermometers. Er nahmzwey besondere Materien der Kälte und Wärme an,deren Wirkungen sich im Jneren der Erde völligaufhöben, daher die Temperatur der Erdkugel beyihm Null wird. Er bemerkte diese Temperatur inden Kellern der Pariser Sternwarte, hielt sie anallen unterirdischen Orten für gleich, und gab ihrden Nahmen gemäßigt. Sein zweyter fester Punctwar die Siedhitze des Wassers. Damit der Wein-geist diese annahm, ohne herauszulaufen, ließ erLuft über demselben und schmolz oben eine kleineKugel an, damit diese Luft beym höchsten Standedes Weingeists nicht allzusehr zusammengedrücktwürde. Hierdurch half er dem größten Fehler dervorigen Weingcistthermometer ab, in denen der Li-quvr weit unter der Siedhitze des Wassers gebliebenwar. Den Raum zwischen beyden Puncten theilteer in »00 Grade der Wärme, und trug unter dieNull gleiche Grade der Kälte^