Band 
Siebenter Theil.
Seite
263
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Torf. r6Z

Bette niedersinken. Mrn drückt sie alsdann aufden Boden zusammen, so daß nach mehreren Mie-derhohlungcn dieser Operation die ganze Grube inZo Jahren ausgefüllt ist. Dennoch würde dieserneue Torf vielleicht noch Jahrhunderte brauchen,um dem alten ähnlich zu werden e).

Der Herr Baron von Neidinger, Secrctairbeym niederösterreichischen Justiz - Tribunal, hgt 178^einen künstlichen Torf erfunden , der aus solchen Din-gen besteht, die in Oestreich in Menge wachsen,und bisher nicht gebraucht wurden nnd selbst vonKindern bereitet werden kann. Er soll dem gewöhn-lichen Torf noch vorzuziehen seyn, weil er keinenunangenehmen Geruch macht und länger dauert.Diese nützliche Erfindung ist bereits erprobt worden,und man verspricht sich große Vortheile von derselben.

Der verstorbene Professor Hadelich hat ausTorf sogar Papier bereitet, doch wurde es nichtweiß. Aus schlechtem Torf machte er Pappe, auSden Kohlen des Torfs schwarze Farbe, Tusche undDruckerfarbc. Aus Torf machte er Tapeten undaus den Zasern des Torfs ein Tuch; aus Torfpap-pe , mit einem Lack überzogen, machte er Feuer-eymer s)-

Jm Jahr >790 grub man in einem DorfmooreTheile eines Mädchens aus, die ganz erhalten wa-ren und in welchen die Haut völlig dem Leder gleichkam; diese' Entdeckung veranlaßte den Vorschlag,in den Torfmooren Leder zu gerben, womit auchVersuche gemacht wurden. Der Torf ist wegenseines zusammenziehenden Stoffs wirklich zur Ger--