262 Torf.
ein besonderes Verfahren, eine gewisse Art Torf,der in Obersachsen gefunden wird, verkohlen zu las-sen, wodurch er der Schmelz-und Schmiedearbeitvielen Vortheil schaffte ä). In Sachsen hat manauch die getrockneten Torfstückcn in eben solchenMeilern verkohlen lassen, wie sie Du Hamel, DuMonceau für die Holzkohlen vorschrieb, doch mach-te man die Meiler nicht so hoch und änderte nocheiniges ab. Jetzt hat man diese Art, den Torf zuverkohlen, nicht mehr nöthig, denn seit etwa 48Jahren hat man in der Grafschaft Wernigerodezum Verkohlen des Torfs besondere runde, eiserneLesen erfunden, die auf einer viereckigen starkenMauer ruhpn, wodurch die Arbeit erleichtert unddie Torfkohle noch verbessert wird.
Herr Findorf hat sich sehr große Verdienste umdie Benutzung der Torfmoore und um die Erzeu-gung des Torfs erworben. Herr De Luc hat le-fenswerthe Nachrichten voll des Herrn Findorfs Er-findungen mitgetheilt. Um Torf zu erzeugen, stichtman Gruben von 6 Schuh Tiefe und lL bis 20Luadratschuhe Oberfläche gus, die sich mit Wasserfüllen und im ersten Jahre ein grünes schleimigesMoos erzeugen. Im zweyten liegt dieser Schleimschon zwey Schuhe hoch auf dem Wasser, und manunterscheidet darin eine Menge zarter Faden mitBlättern und Blumen; im dritten legt sich Moosan, das den Staub und die in der Luft schweben-den Sarizen aufhält, und eine Menge Sumpf-pflanzen , Schilfe und Gräser erzeugt; diese werdenim vierten Jahre so schwer, daß sie mit ihrem