«76 Tribometer — Trigonometrie.
s) IVIutius. IUl>. 19. p. 194, b) Jcui^nalzur Kung-
prschtckr« vo,n Hrn- von Murr. V. Tb. 162. c) Von
Mölkkrn Linßulsiia NoriliberHenüa. S. z66.
Tribometer s. Rcibcmesscr.
Tribonianus s. Nechtsgclehrsamkeit.
Tricwald s. Getreide, Taucherglocke, Ven-tilator.
Trigonometrie ist ein Theil der Geome-trie, welcher lehret, alte Triangel nach ihren Win-keln und Seiten auszumeffcn, wie auch aus dreygegebenen Stücken z. B. aus zwey bestimmten Sei-ten und einem Winkel, oder aus einer Seite undzwey gegebenen Winkeln, die übrigen unbekanntenStücke auszurechnen.
Thales von Mileto zeigte zuerst, wie man ei-nen gleichseitigen Triangel in einem Zirkel beschrei-ben konnte a), und entdeckte auch zuerst , daß einTriangel, der den Durchmesser des Zirkels zur Grund-linie hat und dessen beyde Seiten sich in der Peri-pherie berühren, allemahl ein rechtwinklichter Trian-gel seyn müsse b); diese Entdeckung soll ihn auf dieTrigonometrie geleitet haben, deren Erfindung ihmeinige zuschreiben. Man macht ihn auch zum Erfin-der der Kunst, durch Dreyecke diejenigen Weiten zumessen, zu denen man nicht kommen kann c).
Andere sagen, erst Hipparch von Nicaa habe,durch den häufigen Gebrauch der Rechenkunst undGeometrie bey der Sternkunde, die Trigonometrieerfunden 6); wenigstens fuhrt Thron e) eine SchriftLes Hipparchs an, welche die älteste Schrift ist, dieman über diese Wissenschaft aufzc-gm konnte; sie