Trigonometrie. 277
handelte von den Chorden oder Sehnen, welcherIctztern sich die Alten statt der Sinusse bedienten.Ptvlemäus brauchte die Trigonometrie schon in sei-ner Astronomie t).
Die Alten bedienten sich in der Trigonometrieder Sehnen; nach einigen führten schon die Sara-cenen dafür die Sinus ein, und beyde theilten siein üothciligc Brüche g).
Die Lehrsätze, wodurch die rechtminklichten sphä-rishen Triangel aufgelöset werden können, soll Ger-ber erfunden haben, wenigstens ist die Abhandlungder Trigonometrie vor seinen astronomischen Schrif-ten die älteste, worin man diese Lehrsätze findet d).
Nach andern führten nicht die.Saracenen, son-dern Georg Purbach (geb. zu Peurbach in Oesterreich142g, f »461) in der Trigonometrie statt der Chor-den zuerst die Sinus ein und nahm den Halbmesserdes Kreises, als den 8>num torum, in 600,000Theilen an, wofür fein Schüler Regiomomanus oderJoh. Müller von Königsberg in Franken (geb. >4zz6,4 1476) 100,000 annahm, und zuerst den Gebrauchder Tangenten in der Trigonometrie einführte, wo-für er auch Tafeln berechnete i). Sein Buch, 6sri'isnj;ullx, welches er >464 schrieb und welches Scho-ner iLAZ herausgab, ist das älteste Buch von derTrigonometrie, das auf unsere Zeiten kam k).
Wie man aus den drey gegebenen Seiten einesTriangels, ohne eine Pcrpendikularlinie , den In-