2^6 Tugendlehrc — Türkis.
5 «chnol. 1787-S. 46. Ebcndilf. S. l) Meufels
Mtscrtlanrrn arltstlscdrn Inhalt«. Erfurt 1780. 4. Heft
S. 64. Reichs - Anzeiger >79». Nr. 126.
Tugendlehre s. Sittenlchre.
Türkis ist ein Himmelblauer, mit etwasweiß vermischter, harter, undurchsichtiger Edelstein,der den ersten Rang unter den undurchsichtigen be-hauptet. Die beßten sind die persischen, dann folgendie spanischen und böhmischen Türkisse. Seit io»Jahren hat Man auch in Niederlanguedoc bey derStadt Simor Türkisse gefunden, die, wenn sie ausder Erde kömmen, weiß oder gelblich, wie gemeineBruchsteine sind, aber im Feuer ihre blaue Farbeerhalten. Rcaumür behauptete, daß es versteiner-te Thierknochen sind, die etwas Gold enthalten.Neuerlich hat aber Herr Agaphi, Astrachanscher Di-rector der Nationalschulen, aus seine» durch In-dien und Persien gethanen Reisen die Türkisse inihrem Muttergestein , in der Gegend von Pischapuroder Nischapur in Chorosan angetroffen, und durchüberschicktc rohe und geschliffene Proben dargelhan,daß der orientalische Türkis nicht aus mineralisir.ten Lhierzahnen, sondern, aus ordentlichen in ei-nem Mutlergestein eingeschlossenen Lagen, Nierchcnund Puncten besteht, und mit dem Opal, Pechsteinund Chrysopras einerley Verhalten und Erzeugungs-art hat, auch mit diesen in eine Abtheilung gehört2). Wenn sie alt werden, werden sie immer grü-ner und verlieren ihren Werth. Johann Cafsia vonPutra soll aus gegrabenem Elfenbein Türkisse ge-macht haben. Henkel versuchte es auch, brachteaber die Türkisfarbe nicht heraus. Kunkel lehrte.