Tunkjirick's. 28^
penzwiebcln. In der Provence hatte Herr von Peirescim Jahre »6ri die ersten Tulpen in seinem Garten.In Holland kam gegen 1634 der Tulipanenhandelauf. Es wurde eine Art Acticnhandcl daraus, deraber plötzlich ein Ende nahm, da viele dadurch ver-armt waren.
s^I JablonSkie Afigem. Lex. Letpz. 1761. II. S. rüc,L.
Kunst : Gewerb - und HnndwerkSgeschichte derReichsstadt Augsburg, von Hr. Paul von Stettendem jüngern. >779. I. Tb. S. >re. n. Tb- >788-S. Z9. vergl. Beckmonns Benlrsg« zur Gesch. der Er-findung«». <-) Antipandora t. S. 432.
Tunestrick's Balsam. Im Sommer 1788kam der Engländer Tunestrick nach Neuwied undmachte mit einem von ihm selbst erfundenen Balsaiwauffallende Euren. Er ließ z. B. einem Schaase 4starke Nagel durch das Gehirn und durch die Schla-fe schlagen, goß dann auf alle Wunden etwas vonseinem Balsam, worauf der Hammel gleich wiedercurirt war und mit Appetit fraß 2). Dieß machteAufsehen, und man hielt anfangs diesen Balsamfür ein großes Geheimniß. Die wahre Ursache,warum solche Wunden schnell und ohne Gefahr hei-len, lag aber nicht in dem Balsam, sondern da-rin, daß das Gehirn wenig empfindlich ist; es kannohne beträchtlichen Nachtheil verwundet, es könnensogar ohne Lebensgefahr ganze Portionen desselbenweggenommen werden. Tunestrick hätte also ebensowohl etwas Branntwein oder gar nichts nehmenkönnen, und sein Versuch wurde auch gelungenseyn b). Auch ist dieses Kunststück nicht neu;Schwenker meldet schon in einer Schrift c) vomBusch Handb. l>. Erf. 7. Th. L