«9» Tunestrick's Balsam.
Jahre l6z6 folgendes : „So man einer Henne denKopf auf den Tisch legt, ihr ein Messer recht mit-ten auf den Kopf setzt und mit einem Hammer ganzdurch den Kopf schlägt, also, daß das Messer indem Tische steckt, wird es der Henne nichts schaden,wenn nur das Messer geschwind wieder aus demTische gezogen, der Henne aber der Schnabel ge-öffnet und ein Bröcklein Brot darein geschoben wird.Hätte ich es nicht selber probirt, wurde ich solchesschwerlich zu glauben beweget worden seyn."
Dom Jahre 170p wird gemeldet, daß der Pro-fessor Hoffmann in Halle dergleichen Euren mitRheinwein verrichtete cl).
Daß zu Anfange dieses Jahrhunderts ein ähn-licher Balsam bekannt war, erhellet aus einemSchreiben, welches O. Johann Kanold, llracricusvrmislav. am iten Febr. 1710 an einen seiner Freun-de in Danzig erließ, worin es heisst:
„Uibrigens wird verhofferttlich dem Herrn Bru-der bekannt seyn, daß verwichenes Jahr in derHamburger Gazette von einem in Holland befind-lichen sonderbaren Wundspiritus berichtet worden,daß selbiger die mit einem Nagel durch den Kopfgeschlagenen Hüner und andern Thiere, wie nichtweniger Darmschnitt (ausgenommen Herz- und Bla-senwunden) völlig heilen soll, davon auch im Beyseyndes Herzogs von Marlborough, auf der Jagd Pe-regrine, ein Experiment mit einem Huhn gemachtworden, so daß wegen der Vortrefflichkeit diesesSpiritus der König in Frankreich dem Erfinder»50,000 Pistoletten, die Compofition zu communi-