Virües — Vissr-Ruthe. ,g 89
ihm wieder im Jahr >L 84 von dem Engländer Wal-thcr Raleigh , der den Grund zu der Colonie in Vir-ginicn legte.
Budvet qllgem. b>ll. L«x. >7"-. IV- S. 6z >.
Viriles fChrist. v.) s. Schauspiel.
Visirkunst ist die Kunst, die Fässer auszu?messen , wie viel nähmlich Kannen Bier, Wein u.dgl. hineingehen. Sie beruht nicht ganz auf richti-gen Gründen, sondern man muß sich damit begnü-gen , wenn es beynahe zutrifft. Doch haben einigedie geometrische Schärfe genauer zu beobachten ge-sucht. Dughtred betrachtete das Faß als ein Stückvon einer elliptischen Spharoidc, andere betrachtetenes als ein Stück von einem conyiäs parabolico.Johann Hartmann Bayer zeigte in seiner vollkom-menen Vistrkunst, wie volle Fässer, und, in seinerconomerris It 4 aunr>ana , wie Fässer, die nicht vollsind, zu visircn sind u). Eine besondere Methode,hie Fässer zu vistrcn, erfand Johann Heinrich Lam-bert, geb. zu Mühlhausen im Sundgau -723,gest. > 777 b).
s) Jablonskle allg. L«x. >767. S. 1661. b) Nach-richten von dem Leben und Erfindungen berühmter Ma-lbtinaliker. 1788- t- Th. S- 17z.
Visir-Ruthe ist ein Maaßstab , der in vieleTheile getheilt ist, die mit Zahlen bezeichnet sind,welche die im Fasse enthaltene Maaße anzeigen.Man steckt nähmlich die Vistr-Ruthe durch das Spund-loch so weit ins Faß, daß das Ende derselben denWinkel berührt, welchen der Boden mit den Faß-tauben in dem von dem Spundloch entferntesten