Band 
Siebenter Theil.
Seite
413
JPEG-Download
 

Vulkane. 41H

so vielen durch die Hauptmasse des großen Bergesausgebrochenen Feuerfchlnnden entstanden sind. Ausdiesen Oeffnungen sind die Laven ausgeflossen, wel-che die ganze umliegende Gegend bedecken, und sichdurch ihre ausnehmende Fruchtbarkeit auszeichnen.Auch hier findet man zwischen den Lagen von LavaSchichten von Dammerde.

Die Liparischcn Inseln, Nordwärts von Sici-lien, machen eine ganze Sammlung, theils alter,theils noch brennender, Vulkane aus, worunterVolkano und Stromboli die vornehmsten sind.

Der Hella in Island hat in älteren Zeiten bisrüyg häufig Feuer ausgeworfen. Seit dieser Zeitblieb er still, fing aber am §ten Aprill >766 unterheftigem Erdbeben wieder zu toben an. Auch hatIsland, außer dem Hekla, noch mehrere Vulkane.Im Junius des Jahrs i/gz brachen auf dieserInsel Feuerfaulen aus der Erde, die zu einer un-glaublichen Höhe stiegen, und Sand, Staubund Ascheweit um sich hcrwarfcn. Dieser schreckliche Erd-brand tobte zween Monathe lang, eröffnete großeSvalten und Klüfte, leitete dadurch einige großeFiüße ab, verheerte einen großen Theil der Insel,und erfüllte alles mit einem erstickenden Schwefel-dämpfe.

In den übrigen Theilen der Erde sind die Vul-kane noch häufiger, als in Europa. Unter denperuanischen ist Cokopapi der beträchtlichste; er hatan seinem Fuße über 20 verschiedene Lagen ver-brannter Materien. Auch Pichincha und Chimbo»-