Band 
Achter Theil.
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4 Wachsbleiche,

blätterte man das Wachs dadurch, das; man den To-den eines Topfes erst in kaltes Wasser und hernachin das gereinigt« und zerlassene Wachs eintauchte, undmit dieser Arbeit fortfuhr, bis alles in dünne Scheib-chen gebracht war; ein Verfahren, das noch im von»gen Jahrhundert gebräuchlich war, wiewohl man statteines Topfs lieber eine Kugel oder einen Teller zu neh-men pflegte. Zu des Oioscoridcs Zeit zog man riefeWachsschelben auf Fäden, und hieng fle in der Sonneauf, so daß sie sich einander nicht berührten, und be-netzte sie oft mit Wasser. Plinius gedenket aber schonder Gestelle oder Rahmen, worauf man die Schei-ben hinlegte, und er sagt. man flechte sie aus Bin-sen; auch hat er sogar der Tücher gedacht, womit man,wenn es nöthig war, die Gestelle und das WachSbedeckte. Die Kämmaschine ist also «ine neue Erfin-dung, die auch noch vor wenig Jahren von denen, diesie hatten, geheim gehalten ward s). Herr von Murrfa>d auf einem im Herkulanrrm ausgegrabenen Ge-mälde die Abbildung einer Wachsbleiche, welches einneuer Beweis für das Alter dieser Kunst ist In Eu.ropa kreiden die Venrttaner die Kunst, Wachs zu blei-chen, zuerst im großen, und im i/ten Jahrhundertkam dieselbe durch einige Denetianer nach NürnbergHerr von Born machte die Erfahrung, daß das gel-be Wachs sehr gut bleiche, wenn man es dem Dam-pfe von der dephlogistisirten Salzsäure aussetzt b).

Beckmanns Anleit. zur Technologie. 1787 S.20Z. b) E-Hemeriden für die Naiurkunde, .Ockono^Miere. 1796- vonSchedel. >. v- -- Ou.iNal- S- 20-.