88 Wassermühlen.
wühlen gehabt hatte, aber Hering g) sagt, daß r. I.
die erste Windmühle in Böhmen erbauet worden sey.
Kaiser Heinrich I. bauete im Jahr 922 auf demPlatze, wo eine Mühle stand, die Stadt Goslar l,);im Jahr 956 war in Westphalcn im Bergischen eineMühle i>; im Jahr re>iz hatte Augsburg bereitsMühlen k);
Die Kunst, Ebbe und Fluth zum Treiben derMühlen zu benutzen, erfand ein Zimmermann inDünkirchen« wie einige melden l); Zanetki zeigt in»besten, daß solche Wassermühlen, die sich nach EbbeUnd Fluth richten, schon in den Jahren 1044 10781079 und 1127 vorhanden waren.
Im Jahr -r;c) rechnete Kaiser Friedrich I. dieWassermühlen ausdrücklich zum Wasser-Regal.
Die Einrichtung, das Mehl zu beuteln, wurdebey den Wassermühlen erst im r6ten Jahrhunderteingeführt; vorher bediente man sich der Siehe, dieman mit der Hand bewegte m).
In dem Städtchen kempsal, in kiefland, hatder Schmidt Heine eine Wassermühle verfertiget, die,ohne an einem Bach oder Flüßchen zu stehen, immermahlen kann. Die Mühle besteht aus einem großenWasserrad«, über demselben ist ein bretternes mit einerkleinen Schleuste versehenes Wofferbehälkniß, welchesacht bis zehn Tonnen faßt. Dos Wasser fällt nachaufgezogener Schleußt in das Rad, und setzt es in Be-wegung , sammelt sich aber unter dem Rade wieder inein anderes Wasserbecken. Die Bewegung des Radstreibt nicht nur das Kammrad, sondern da die eiserneAchse dieses großer? Wasserrads auf beyden Seiten