Band 
Achter Theil.
Seite
87
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Wassermühlen. 8 /

hieraus sieht man zwar, daß es zu seiner Zeit inRo,n Wassermühlen gab, aber sie waren doch nochselten, und andere Arten der Mühlen wurden nochhäufig dabey gebraucht. Im zweyten Jahre der Re-gierung des Caligula wurden noch die meisten Müh.len in Italien von Pferdengetrieben. Erst unter derRegierung des Arkadius und Honorius, und zwarim Jahr Z :8 C. G. wird der öffentlichen Was-sermühlen zu Rom in den Gesetzen gedacht.

In Deutschland wurden die Wassermühlen früh-zeitig bekannt; aus dem L^ten Kapitel der Aleman-nischen Gesetze erhellet schon, daß die Alemanne»Wassermühlen hatten, und man vermuthet, daß dieFranken sie noch eher kannten. Ausonius, der imJahr n. C. G. berühmt war, erzählt, daß an demKyllfluße und an dem Ruwerfluße bey Trier von denRömern Wassermühlen zu Marmorsägen angelegtwaren e). Auch hält m m die Wassermühlen mitoberschlächtigen Rädern für eine eigne Erfindung derDeutschen.

Gregorius von Tours, der im sechsten Jahrhundertlebte, gedenkt einer Wassermühle vor der Stadt Dijon,folglich sind die Wassermühlen in Frankreich älter, alsMabillon glaubte k), der erst bey dem Jahr noLein Document anführt, in welchem GrafWilhelmvonMortain dem Abte Vital von Sevigni versprach, einemoleuclinam ncl syuam er veorum zu bauen.

Wenzel Hager in seiner böhmischen Chronik behaup«tet, baß die erste Wassermühle in Böhmen im Jahr718 erbauet worden sey, da man bisher nur Wind»