Webcrkunst. Hz
düng der Frauenzimmer zu seyn, wenigstens ist es aus»ßer Streit, baß sich sonst hauptsächlich Frauenzimmer,schon bey den Jsraeliten c) Griechen unb andern Völ-kern, damit beschäftigten, und zwar niwt blos Skla-vinnen 6), sondern auch freye Weiber e). Homer er-zählt , daß Penelope, Calypso und Circe auf dem Wc»berstuhl webten. Auch haben die Jsraeliten, Egoprrerund Griechen die Erfindung deö Wcbens gewöhnlicheinem Frauenzimmer zugeschrieben Die Juden behaup-ten , die Naema, eine Tochter des Lamech und Schwe-ster des Thubalkain und des Jubal, habe die Kunsteinen Zettel zu legen und Zeuge zu weben erfun-den k). Daß die Weberkunst zu Abrahams Zeit be-kannt seyn mußte, beweiset der Schleyer der Sarah e),der nichts anders, als ein Gewese mit Zettel und
dens zum Weben ii). Hiod gedenkt des Weberschiffsi) und des zerrissenen WeberfadcnS.
Die Egyprier erzählen, der egypkische MerkurHabe einem Schaafe die Wolle ausgerauft, und ge-funden, baß sie sich dehne und zu einem Faden bil-den lasse, darauf habe die Isis in Egypten die Kunstzu weben erfunden K)
Die Griechen scl>reiben die Erfindung der Wcbekunstder Pallas oder Minerva zu l), vie in dieser Kunst ander lydtscken Jungfer, Ärachne, eine Nebenbuhlerinbekam; beyde ließen sich jn einen Wektsrr.it ein,Arachne wurde dannn übenvunven, und zur Strafeihres Vorwitzes, von der Minerva in eine Spinne ver.wandelt Dieß hak Gelegenheit gegeben, daß manauch der Arachne die Erfindung der Weberkunst zu»
Busch. Handd. d. Erf. 8. Thl. H