Band 
Achter Theil.
Seite
119
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Wechsel. nc-

darauf, dem Papier, auf welches eine gewisse Sum-me, mit der gehörigen Formalität und Unterschrift be-zeichnet war, eben diese Giltigkcit zu verschaffen, undein solches Papier hieß dann ein Wechsel. Einige haltendie Wechsel für eine Erfindung der Juden, besondersbehauptet Blairaca), daß die Wechielbriefe bey Ge-legenheit der Verfolgungen erfunden worden wären,welche die Juden sjoo Jahr nach Christi Geburt inFrankreich ausstanden, wo man sie zwingen wollte, sichtaufen zu lassen. Die meisten Juden sahen sich dahergenökhiget, aus Frankreich zu fliehen, und ihr Ver-mögen daselbst in den Händen ihrer Freunde zurückzu-lassen. Um dieses nun aus Frankreich zu ziehen , schrie-den sie kleine kurzgefaßte Briefe, die durch reisendeKaufleute in Frankreich abgegeben wurden, welche dieDamschafi rmpfiengen, und solche den Eigenthümernwieder zustellten. Dieses seinem Ursprünge nach soeinfache Mittel, welches aber seiner Bequemlichkeithalber bald verbessert wurde, soll zur Erfindung derWechsel und des Wechselshanbels Veranlassung gege-ben haben, wodurch die Handelschaft zwischen Kaufleu-ten entfernter Länder so sehr erleichtert worden ist.Einige meynen auch, daß die Verfolgung der Judenin Frankreich unter Philipp August, der von l> 8 <>bis i22z regierte, und unter Philipp dem Langen,der von rzi/ bis IZ22 regierte, noch mehr üblichgeworden, und besonders zu Lion b) und tn der Lom-bardey, c) wo sich viele geflüchtet« Juden aufhiel-ten, in den Gang gekommen wären.

Das von Auderson angeführte Privilegium Fried-richs!. für die Stadt Hamburg vom Jahre iiLi be-