Band 
Achter Theil.
Seite
125
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Wegmeffer. i-S

Wegmesser wurde zwischen zwey Speichen eines Radsgeschnallt, der andere aber wurde an der Tasche desFußgängers befestiget ß). Im Jahr 1772 erfandund beschrieb Herr I. G. W. Wichen, ein Mathe-matiker in Hannover, einen geographischen Wagen,womit man alle Flächen, Berge, Wälder, Festun-gen und Märsche derArmeen richtig abmessen kannK). Herr Catel, ein Kaufmann in Berlin, und zu»gleich ein guter mechanischer Künstler, erfand einenneuen Wegmesser, dessen sich Herr Ntcolai in Ber-lin auf seinen Reisen durch Deutschland bediente;die Beschreibung davon erschien 1778 i).

Auch die Wegmeffer zur See, welche dazu dienensollen, die Größe einer vollbrachten Reise auf derSee zu bestimmen, und daraus die Länge des Orts,wo mau sich befindet, zu erkennen, sind eine ziemlichalte Erfindung. Schon der Wegmeffer, den Vitruverfand , sollte dazu dienen; er bestand auS einemgroßen Rade mit Flügeln , wie an den Windmühlen,die Achse halte oben eine Spitze, die in das Schiffgieng, wo sie in ein anderes zackiges Rad eingriff,und solches umdrehete, wenn dieses umgelaufen war,ließ es einen kleinen Kieselstein in ein Becken fallen;mau zählte bann alle Morgen und Abende die Kiesel-steine , und da man wußte, wie vielmal das Rad um-laufen mußte, ehe eine Meile zurückgelegt war, sokonnte mau die Meilen des zurückgelegten Wegs be-rechnen. Die Maschine war indessen tn der Ausfüh»rung wenig brauchbar. Unter den Schnitzwerken andem vom Herzog Friedrich 1482) zu Urbino er-bauten Schlosse, befindet sich auch die Zeichnung ei-