Band 
Achter Theil.
Seite
124
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124 Wegmesser.

Llmrens nach den Umläufen eines Rads, und fandihn 6soy6 geometrische Schritte lang. Jeder Rad-umlauf wurde bey diesem Wegmeffer durch einenHammer, der an eine Glocke schlug, angezeigt.

Kaiser Rudolph II. der von »576 bis »6lr re-gierte, hatte zwey Wegmesser, die nicht nur dieEntfernungen angaben, sondern solche sogar von selbstauf Papier zeichneten. Einen davon soll, wie Booterzählt, Kaiser Rudolf selbst erfunden haben. PaulPfinzing, Rathshcrr zu Nürnberg, der iLL4 gebo.ren wurde und izyy starb, erfand im Jahr >593einen Wegmeffer, den Levin Hulstus 1615 beschriebund der noch auf der Kunstkammer zu Dresden auf-bewahrt wird b). Daselbst befindet sich auch nochder Wegmesser, dessen sich Kurfürst August von Sach-sen , der von iF,zz bis 1586 regierte, bey Vermes-sung seines Landes bediente; man vermuthet, daßMartin Feyhel, der aus Naumburg gebürtig undzu Augsburg wohnhaft war, denselben erfand. Btonc) rühmt den von Sauveur verbesserten Wegmeffer,der an den Kutschen angebracht wird. Im Jahr 1724erfand Meynier «inen Wegmesser cl), den Guthier(andere e) schreiben Outhier) im Jahr 1742 ver-besserte. Adam Friedrich Züraer verbesserte den Weg-weiser, und bediente sich seines verbesserten Wegmes-sers bey der sächsischen Londesausmeffung k). Dievollkommensten Wegmesser erfand der berlinische Künst.ler Hohlfeld (geb. 17,1 zu Hennerndorfin Sachsen,gest. 1771). Den ersten Schrittzähler verlor er durchden Brand; darauf erfand er einen noch einfachern,den Herr Eulzer bewährt gefunden hat; der eine