Weltsystem. 147
Ptolemäikches System.
Der größte Theil der Griechischen Philosorben undAstronsmcn , zu denen selbst Anapimanorr. Eudoz7»^,Hipparch und Aristoteles gehörten, blieb mi/css,'. b^ydem sinnlichen scheine und der Unbeweglichkeit derErde stehen. Man ordnete um die in der Mnie st>.stende Erde erst die Bahn des Monds, dann dieBahn des Merkurs dann die dlr Venus, der S onae,des Mars, des Jupiters des Saturns . und umgabdieses alles mit der achten Sphäre der F!M:ne.Die Venus und den Me kur ließen zwar einige um dieSonne laufen; die meisten aber führte» sie in Kreisenum leere Mittelpunkte, und ließen diese Puncte mit oerSonne zugleich um die Erde gehen, wodurch c,e c r«scheinungen ebenfalls erklärt werden ; dabey ward esstreilig , oo diese beyde Planeten innerhalb oder auyct-halb der Sonnenbahn um die Erde liefen. Zu desPlato Zeit nahmen die meisten das erste an. In dieserGestalt wird nun das alte griechische System imAlmagest des Ptolcmäus dargestellt, und mit großerastronomischer Geschicklichkcit zur Erklärung der Phä-nomene angewendet, daher hat es auch te» Namendes Ptolemäiscycn Systems bekommen. Zwar wardie Anordnung des Ganzen seit mehreren Iah-Hu wer-ten schon herrschend angenommen und die Th orie derSonnenbahn bereits vom Hipparch ousaearbcit. k n er-den; waS aber den Lauf des Mondes und der Plane,ten betrifft, isi ganz das Merk des Ptolcmäus selbst ,welches er etwa 120 Jahre nach Christi Geburt aus.gearbeitet hatte. Physiiche Mittel, welche kiese wun.derbare Bewegung bewirken sollten, giebt er gar nicht
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