Band 
Achter Theil.
Seite
163
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Windbüchse»

fieng,mit Büchsen nach dem Ziele zu schießen, dießwaren aber keine Windbüchsen. Andere schreiben dieErfindung der Windbüchsen theils dem Prinzen Ro-bert von der Pfalz, theils einem gewissen Douson c),theils einem Deutschen Paul Weber 6) zu; alleinPrinz Robert wurde erst 1619 geboren, und damalswaren die AZtndbilchscn schon bekannt; auch hat mankeine Beweise, um diese Erfindung dem Douson undWeber zuschreiben zu können. Man muß gestehen,daß Zeit und Ort dieser Erfindung, wie auch derName des Erfinders dieses Gewehrs noch unbekanntsind.

Die älteste Nachricht von einer Windbüchse findetUian beym Musschenbroek, welcher meldet e), daßsich in der Gewchrkammer eines Herrn von Schmet»tau in Deutschland eine noch sehr unvollkommeneWinbbüchse, mit der Iahrzahl 1474 finde. DenNürnbcrgischenGeschichtforschern zufolge erfandHannSLobsinger (ch l 570) zu Nürnberg die Windbüchsen umdas Jahr 1F62 k); da hier der Erfinder mit Na-men , Ort und Jahr angegeben wird, so isi diesesZeugniß immer von beträchtlichem Gewicht. Mer»sene führt an, daß ein französischer Künstler, Na»mens Marin, Bürger zu Ltsieux in der Normandie,für den König Heinrich IV. der von 158«- bis 1610regierte, eine Winbbüchse z) verfertiget habe, wor-aus man schon sieht, daß hier nicht von der erstenErfindung die Rede seyn kann. Eben so unrichtigist es, wenn einige behaupten, daß ein Mechanikersin Amsterdam, Namens Barch. KoeS ti) um dasIa;r ich6-> die Winbbüchse erfunden habe-

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