Band 
Achter Theil.
Seite
164
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i64 Windbüchse.

Im '?ken Jahrhundert, wo man die Eigenschaftender Luft durch Versuche kennen lernte, wurden dieseGewehre bekannter: Otto von Gncricke erfand dieMa deburgische Windbüchse i) , auö der man milderLuft lcnießc wie man sie an einem Orte findet; eswird eine ausgevumpke Kugel an den Lauf geschraubt,da oann bie Luft, die i» den kufllccren Raum hinein»fäbrr, die Kugel, die im Lauf liegt, mit Gewalt her-austreibt. Nachh r haben Nürnbcrgische Künstlergrößere Windbüchsen verfertiget, die den Namen derWinvkanonen führten , und 4 Pfund schwere Kugeln400 Schritt weit durch ein 2 Zoll dickes Brett trie-ben k). Ein Nürnbergischer Meister erfand auch ei-ne Art Wtndbüchsen, mit welchen man aus einemLaus erst mit Pulver, dann mit Wind, wrchselsweiseschießen konnte; wenn ein solches Rohr einmal gela-den war, konnte man zehn Schüsse nach einanderdamit thun. Er machte auch Pistolen, mit denenman, wenn sie einmal mit Wind geladen waren,sechsmal schießen konnte I).

Der berühmte l). Lieberkühn erfand die Windbüchsemit der messingenen Kugel, worinn das Dentilgchauseist, um sie mir Luft vollpumpcn zu können; dieseKugel wird auf das Schloß der Büchse geschraubt m).

Ein gewisser Matthey zu Turin hat eine Winvbüchseerfunden, welepe dodurcy geladen wird, daß man inihrer Kammer r Unzen ^chicßpulver abbrennt. Dasaus diesem Puiver entwickelte Gas, in dem engen Rau-me der Kammer zusammen gepreßt, reicht zu l8Schüssen aus oc> Lchrirre weil. ^>e la Coubammebeschrieb diese Wtndbüchse i. I. 1757 u).