x66 Winde.
Winde sind die Bewegungen der Luft im Luftkrei-se. Nach den Berichten der Alten lehrte Aeolus, einSohn des Hellen, nach andern ein Sohn des Jupi-ters und der Alceste, die Griechen »m die Zeit desTrojanischen Kriegs die vier Hanptwinde kennen ->);er soll auch die Kunst erfunden haben, die Verände-rungen des Windes entweder aus den Gestirnen, oderdurch ein Experiment mit dem Rauche vorherzusagcnund wurde deßwegen zum Gott der Winde gemachtd). Neoeles lchrte die Äthenienser zuerst , den Win-den Opfer zu bringen c). Andronicus Cyrrestestheilte die Winde zuerst in acht Klassen ein und errich.tete zu Athen einen achteciigken Thurm, wo an jederSeite der Name eines Windes geschrieben stand;oben drauf setzte er einen kupfernen Triton, der einenStab in der ^and hatte, den er allemal nach der Ge-gend hinkehrte, wo der Wind herkam el).
Karl der Große gab den Winden deutsche Namen e).
Die Natur der beständigen Ostwinde, die auf demWeltmeere zwischen den Wendekreisen wehen, hatHalley zuerst erforscht f) Dieser Ostwind, der nocheinige Grade über die Wendekreise hinauöweht, ziehtsich nordwärts der Linie mehr nach Nordost, und süd-wärts derselben nach Südost, je nachdem der Standder Sonne ist; steht die Sonne in den nördlichen Zei-chen, so zieht sich dieser Wind auf der Nordseike we-niger nach Norden, dagegen aber auf der Südseitemehr nach Süden ; beym Stande der Sonne in densüdlichen Zeichen geschieht gerade das Gegentheil.Hallry nimmt als Ursache dieser beständigen Windesn>t Recht die Erwärmung des Luftkreisrs durch die