Winde. >67
Gönne an. D'lllembert behauptete 1746 e), daßder Mond in der Luft eben <0, wie im Meere, eineEbbe und Fluch verursache und baß hieraus ein bestän-diger Lufkstrum von Osten nach Westen entstehe, wel-ches man als eine Ursache bey der Erklärung des be-ständigen Osiwinds mit zu Hülfe nehmen müsse. DieTheorie der Winde ist noch weit von ihrer Vollkom-menheit entfernt; der Kanzlar Bacon gab 1664 ander Lehre von den Winden ein schönes Beyspiel seinerMethode, gesammelte Erfahrungen zu ordnen und vonihnen zur Entdeckung der Gesetze und physischen Ursa-chen fortzuschreiten U). Colepreß, Garden, Wargen-tin, Strahl, Saussure und be Luc haben noch über dieTheorie der Winde geschrieben. Herr Habe bestrei.tet Halley's und O'ÄIemberts Erklärung der beständi-gen Ostwinde und leitet diese von der Umdrehung derErde her, welche die Punkte des Aequators schneller,als die Stellen der Parallelkreise fortführt; die Luftvon den Halbkugeln der Erde strömt immer »ach derLinie zu, weil hier die Hitze am größten ist, hier wirddie leichtere Luft immer erhoben und unten von bey.den Seiten durch schwerere Luft ersetzt, die nach undnach über die schneller nach Osten sich drehende Punktekommt; da sie nun diese Geschwindigkeit nicht augen-blicklich annehmen kann, so bleibt sie gegen die Ober-fläche der Erde nach Westen zurück und verursacht demKörper, der schnell durch sie hingeführt wird, die Em-pfindung eines östlichen Windes i). De la Coudrayeleitet die regelmäßigen Winde von der Sonne her,welches auch schon Christlob Mylius ,746 annahm K).