Band 
Achter Theil.
Seite
184
JPEG-Download
 

184 Wippe. Wirkung,

derer Stempel mit gleichen Vertiefungen , der mit ei.nein Bleygewichte beschwert ist, und durch das Nie-dertreten eines Schemels oder Steigbügels, der, sowie der obere Stempel, durch einen Faden mit einemoben am Gerüste befindlichen Hebel verbunden ist, ge«Hoden werden kann, und durch sein Gewicht genauauf den untren herunker fällt. Der Arbeiter greiftmit der linken Hand einen Knopf aus einem Gesäßeauf einen Schaft, den er in die Vertiefung des Am-boßes bringt und, nach der Befestigung, mit der rech-ten in ein anderes Gesäß wirft. Ehe dieses Werk-zeug, welches mehrere Abänderungen leibet, erfundenwurde, sollen die ersten Nadeln mit einem Hammeraus freyer Hand geschlagen worden seyn. Wenn esgewiß wäre, daß die Zeichnung in der Uebersetzung vonGarzoni 1641. Seite zz6. den Nadelmacher

vorstelle: so könnte man daraus schließen, daß dieWippe damals noch nicht bekannt gewesen sey.

Beckmanns Anleik. zur Technologie. Göttin,gen 1787. S. 4yo.

Wirkung. Herr von Maupertuis versteht unterder Größe der Wirkung, bey Bewegungen , die durchKräfte hervorgebracht werden, das Produckt aus derMaße des bewegten Körpers in seine Geschwindigkeit,und in den Raum, den er durchlauft. Er stellt sichn mlich vor, wenn ein Körper aus einem Orte in denandern gebracht werde, so sey die Wirkung desto grös.ser, je größer die Masse des Körpers, se schnellerdie Bewegung, und je länger der Raum sey, durch den«in Körper gehe. In diesem Sinne ist, nach der Ent-deckung des Herrn von Maupertuis, beyden Gesetzen