,Y2 Wolkenhöhe. Wollenbereitung.die Zwischenzeit von dem Augenblicke an, wo diekönne die Gipfel der Bäume, Häuser oder Thürmenicht mehr färbt, bis an den Augenblick , wo sie auchdie bestimmte Wolke nicht mehr färbt, genau bemerkt,und daraus die Höhe der Wolke bestimmt s) Da oberder Weg der letzten Sonnenstralen durch den Luft-kreis, wegen der verschiedenen Dichte und Beschaffen-heit der Dünste am Horizonte, gar sehr veränderlichist, so wird auch diese Methode unsicher. Nach dem,was man aussen höchsten Bergen beobachtet hat,scheint sich die Höbe mancher Wolken bis auf eineMeile über die Erdfläche zu erstrecken k>)
s) dlovg r»tio met snlli «ItituNlnesnubiuln in act.
Lruäit. I-igl. sn. l688- p. s8- l>) Gehler physlkal.
> iWönrrbuch. IV. S- 8i6.
Wolle-Bereitung- Daß die Kunst, Wolle ZUbereiten sehr alt seyn muß sieht man aus der sorgfälti-gen Schaofschur der Alten s). Nach dem Plinius erfan,den die Egyptier die Wollbereitung; nach dem Isidorober die Minerva, welcher zu Ehren, um dieser Erfin-dung willen, in der Ctadt Lucretia , in Vpulien, einTempel erbaut wurde Justin meldet, daß die Athenien-ser die Wollbereitung erfunden hatten b), aber Polydorerzählt, daß Minerva erst die Athenienser in dieserKunst unterrichtet habe; besonders will man der Mi-nerva die Erfindung der Wollspinnerei) zuschreiben.
In Bechers närrischer Weisheit ist ein Instru-ment angegeben, womit ein Junge in einem Tageioc> Pfund Wolle von den Geishaaren, d. i. von denharten, rauben und spitzigen Haaren in der geschor-ncnSchaafwolle reinigen kann c).
Juni